„Geopfert“: Am 20. Juli ist der Ministerpräsident der spanischen Mittelmeerregion Valencia, Francisco Camps, zurückgetreten, obwohl er Mitte Mai noch mit absoluter Mehrheit wiedergewählt worden war. Nach einer „Kraftprobe“ mit der Führung seiner Partei (der konservativen Volkspartei, kurz PP) und ihrem Vorsitzenden Mariano Rajoy entschied der in den sogenannte Gürtel-Skandal verwickelte Camps sich zum Rücktritt, berichtet La Vanguardia. Die Gürtel-Affäre ist ein Korruptionsskandal, in den regionale Politiker der PP und Unternehmer verwickelt sind, die bei der Vergabe öffentlicher Aufträge favorisiert wurden. Bis dahin schwankte Camps: Sollte er sich öffentlich zu seiner Schuld bekennen und eine Geldstrafe zahlen, um ein Verfahren zu vermeiden, oder sein Amt niederlegen, um sich zu verteidigen, schließlich sei er „unschuldig“? Für die Tageszeitung aus Barcelona nimmt das „Dilemma“ mit dieser Entscheidung nun endlich ein Ende. Wenige Monate vor den möglichen vorgezogenen Wahlen im Herbst „hat die Volkspartei nun endlich auch bewiesen, dass sie mit gutem Beispiel voran gehen kann“, meint das Blatt.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.