„Gerade ist die Krise überstanden, nimmt die Zahl der Millionäre schon wieder zu“, freut sich Rzeczpospolita auf ihrer Titelseite. Obwohl die Gesamtzahl derjenigen, die jährlich 1 Million Zloty verdienen (250.000 Euro), auf fast 12.000 gestiegen ist (230 mehr als 2009), ist sie noch immer niedriger als vor der Wirtschaftskrise 2009, die Investoren Schaden zugefügt, Aktienpreise gedrückt und die Einkünfte von Freiberuflern verringert hat. Während Städte wie Warschau, Kattowitz oder Krakau auch weiterhin Polens „Wohlstandsinseln“ bilden, ist die Zahl der Millionäre vor allen in Kleinstädten gestiegen. „Üblicherweise arbeiten die polnischen Krösusse als Anleger an der Börse, oder selbständige Unternehmer im Dienstleistungssektor“, berichtet die Tageszeitung aus Warschau. Der momentan reichste Pole ist Jan Kulczyk, Aktionär der SABMiller Brauereigruppe (mit geschätzten 2,6 Milliarden Dollar [1,8 Milliarden Euro] auf Platz 440 im weltweiten Forbes-Ranking).
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.