Hillary Clinton hat bei ihrem derzeitigen Besuch in Athen „eine Lösung für Griechenland, und zwar sofort“ gefordert, titelt Ta Nea. „Die an die Europäer gerichtete Botschaft Hillary Clintons war deutlich: Griechenland muss gerettet werden“, freut sich die Tageszeitung. Die US-Außenministerin „hat erneut ihre Unterstützung für das von der Regierung beschlossene Reformprogramm zugesichert und die Notwendigkeit der Umsetzung dieser Reformen unterstrichen. Nun liegt es an den Europäern, die Eurozone durch die Rettung Griechenlands zu stabilisieren“. Solche Äußerungen können den Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou nur zufriedenstellen, der in einem Interview erklärte, dass „es für Europa an der Zeit ist, sich aufzuraffen“ und forderte, „gemeinsam mutige Entscheidungen zu treffen – nicht nur für die Zukunft Griechenlands, sondern für die Zukunft ganz Europas.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.