"IWF und EU machen 9 Milliarden Euro Gewinn mit Umschuldung“, titelt The Irish Independent. Dies seien insgesamt die lukrativen Gewinnaussichten aus den Zinsen des 85-Milliarden-Darlehenes an die Pleiteländer. Darüber hinaus "ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien im Rahmen eines bilateralen Abkommens befugt, Wirtschafts- und Steuerprüfer nach Irland zu entsenden, um die Bücher einzusehen“, berichtet die Tageszeitung aus Dublin. Finanzminister Michael Noonan machte dies bekannt kurz vor der Ankunft in Irland eines Expertenteams von IWF und EU, welches die Bedingungen der Umschuldung aushandelt. Auf der Tagesordnung stünden Kürzungen im öffentlichen Dienst und neue Tarifverträge für Geringverdiener. "Noonan sagte gestern, dass er möglicherweise 4 Milliarden Euro anstelle der geplanten 3,6 Milliarden an Staatsausgaben kürzen müsse, um im kommenden Jahr das hochgesteckte Defizitziel von IWF und EU zu erreichen“, fügt das Blatt ergänzend hinzu.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.