"Rating-Agenturen bedrohen Griechenland-Hilfe“, titelt Público. Für die Tageszeitung aus Lissabon läuft das derzeit debattierte neue 85-Milliarden-Hilfspaket Gefahr, schnurstracks in die Mauer zu rasen. "Deutsche und französische Banken sind bereit, bei Griechenlands Schuldentilgung mitzuwirken (beispielsweise durch Laufzeitverlängerungen), sofern die Rating-Agenturen die Risikobewertung griechischer Anleihen nicht abwerten“. Doch genau damit drohen derzeit (die beiden größten Rating-Agenturen) Fitch und Standard & Poor’s. Die Agenturen geben an, dass die aktuellen Gespräche zwischen Griechenland und der EU "nach unseren Kriterien zu Zahlungsverzügen führen werden.“ Drei Tage, nach dem die Finanzminister der Euro-Zone der Zahlung der letzten 12-Millarden-Tranche des ersten Helfpakets zugestimmt haben, ohne ein Datum für ein zweites zu verabschieden, wächst der Druck auf das Land erneut.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.