Nach drei Gefängnisausbrüchen in nur zwei Wochen standen die belgischen Strafanstalten in Kreuzfeuer. Mit der Verhaftung vom 23. Juli der drei flüchtigen Häftlinge des spektakulärsten Ausbruchs hatte die belgische Justiz einen ersten Erfolg zu verzeichnen. Nun wurde deren Komplizin gefasst. Am 11. August wurde Lesley Deckers, die Freundin eines der Ausbrecher, in Beringen-Mijn festgenommen, berichtet de Morgen. Die 24-jährige, vor kurzem zum Islam konvertierte Belgierin (die drei Ausbrecher stammen aus Marokko) wird beschuldigt, für die Flucht einen Hubschrauber gemietet und ein Auto gestohlen zu haben. "Wissend, dass ihre Chancen auf Freiheit extrem gering wären, musste ihnen ihre Situation nicht völlig ausweglos erschienen sein, um ein paar Jahre Haft mehr in Kauf zu nehmen", fragt die flämische Tageszeitung. Die Zeitung empört sich über "die zahlreichen rassistischen Kommentare über die junge Konvertitin", die der Presse zugeschickt wurden, wohingegen es "kein böses Wort über die belgische Mutter gab, die ihrem belgischen Sohn Fluchthilfe leistete", Anspielung auf einen Gefängnisausbruch vom 28. Juli.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.