Manche nennen es lieber "Scharia-kompatible Kapitaleinlage", schreibt Libération. Das "islamische Finanzwesen" hat nichts mit religiösem Fundamentalismus oder der Finanzierung von terroristischen Aktivitäten zu tun, sondern umfasst Banktätigkeiten, die dem Koran entsprechen. Der Markt hierfür ist in enormem Wachstum, so dass sich westliche Banken und Universitäten immer mehr für ihn interessieren. Die Tageszeitung meldet, dass die Université Dauphine in Paris nächsten November einen Master 2 (Abitur + 5 Studienjahre) über „die Prinzipien und die Methoden des islamischen Finanzwesens“ anbieten wird. "Das Programm beinhaltet (…) u.a. Marktrecht im Rahmen des islamischen Finanzwesens, Vertragsformen nach islamischem Recht und die Verteilung des islamischen Kapitals in der Welt", führt Libération weiterhin aus und erinnert daran, dass die Scharia unter anderem Zinsen auf Darlehen verbietet. Von den 35 schon eingeschriebenen Studenten, kommen dreißig von Anwaltskanzleien oder Finanzinstitutionen in Frankreich, aber auch aus Belgien, Deutschland und der Schweiz.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.