Am Vortag des griechischen Parlamentsvotums über den von EU und IWF geforderten Sparplan Griechenlands widmet sich Ta Nea auf dem Titelblatt „Frankreichs Formel zur Überwindung der Griechenlandkrise“. „Der französische Staatspräsident hat ein erstes Licht am Ende des Krisentunnels angezündet“, schreibt das Blatt. Der Entwurf des französischen Präsidenten sehe vor, dass „die französischen Banken sich verpflichten, ihre griechischen Obligationen dreißig Jahre zu halten, um das Überleben Griechenlands zu sichern. Für den griechischen Bankensektor war dies selbstverständlich eine gute Nachricht. Für ihn ist es ein erster Schritt in Richtung wahrhaftiger europäischer Solidarität und eine Verschnaufpause für Griechenland.“
Laut Figaro sehe der Plan Folgendes vor: „Jedes Mal, wenn Athen 100 Euro zurückzahlt, investiert der Gläubiger umgehend wieder 70 Euro in das Land, 50 Euro davon als Darlehen mit einer Laufzeit von dreißig Jahren, die verbleibenden 20 Euro sollen in Anleihen investiert werden.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.