Sie sind nur 200 Unterzeichner, aber sie sind das Herz der deutschen Wirtschaft. „Mittelstand gegen Merkel“, titelt das Handelsblatt und berichtet: 200 deutsche Familienunternehmen wenden sich in einem offenen Brief gegen die Kanzlerin, die „mit ihrer Euro-Rettungsschirmpolitik einen verhängnisvollen Weg eingeschlagen“ hat. Sie fordern die Parlamentarier auf, die „verantwortungslose Schuldenpolitik“ zu beenden, warnen vor einer Transferunion in Europa und fordern eine Änderung der Verträge bis hin zum Verlassen der Eurozone. Merkel und der Mittelstand – das sei mittlerweile die Geschichte einer Entfremdung, bemerkt das Wirtschaftsblatt aus Düsseldorf. Mit den Unternehmern, die die Kanzlerin gerne als „Säulen unseres Wohlstands“ rühmt, verliere die Kanzlerin ihre treuesten Anhänger.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.