„Planung der Präsidentschaft“, lautet die Schlagzeile der Polska The Times, die über die letzten Vorbereitungen Polens auf die Übernahme der EU-Präsidentschaft am 1. Juli berichtet. Die Konferenzen, Meetings, Konzerte und Kulturveranstaltungen im Zusammenhang mit der Präsidentschaft werden mehrere Hundert Millionen Zloty kosten. „Auch wenn niemand das laut sagt, ist klar, dass Warschau die beeindruckendste EU-Präsidentschaft seit Unterzeichnung des Vertrags von Lissabon organisieren will“, schreibt die Tageszeitung und erwähnt, dass das wichtigste Ereignis der polnischen EU-Präsidentschaft das Gipfeltreffen der Östlichen Partnerschaft sein wird, das am 29. und 30. September in Warschau stattfindet.
Ministerpräsident Donald Tusk war in diesem Monat eigens nach Paris gereist, um Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy zu überzeugen, am Gipfeltreffen teilzunehmen – offensichtlich mit Erfolg. Die Aussichten auf die Teilnahme von Bundeskanzlerin Angela Merkel sind ebenfalls gut. Zu den weiteren möglichen Highlights zählen die Unterzeichnung eines Beitrittsvertrags mit Kroatien und eines Assoziierungsabkommens mit der Ukraine. Während der sechsmonatigen Präsidentschaft finden in zehn Hauptstädten, u.a. Brüssel, Warschau, Moskau, Peking und Tokio, Kulturveranstaltungen statt, die für Polen werben. Das alles, so die Schlussfolgerung der Polska The Times, um „den Enthusiasmus Polens für die Idee der europäischen Integration zu zeigen“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.