Die deutsche Wirtschaft ist nicht so solide wie es scheint. Das meint zumindest The Economist. Auf den Export von Automobilen und qualitativ hochwertiger Güter spezialisiert, sei sie heute "Opfer ihres Erfolgs", stellt das Londoner Nachrichtenmagazin fest. "Die Weltmärkte sind launisch: innerhalb von einem Jahr ist der Außenhandelsüberschuss von großartigen 8% des BIP auf 4% Prozent gefallen". Die Lösung: Den Dienstleistungssektor entwickeln, selbst wenn die Deutschen sich davor immer gesträubt hätten. Außerdem solle die Unternehmensgründung erleichtert werden.
"Seit einem Jahrzehnt arbeiten Unternehmen, Gewerkschaften und deutsche Politiker daran ihre Exportwirtschaft wettbewerbsfähig zu machen, und erzielten spektakuläre Resultate. Jetzt muss das Land seine Binnenwirtschaft ankurbeln", empfiehlt The Economist vor den Bundestagswahlen am 27. September. "Zeit für Experimente", schliesst die Zeitung.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.