„Hoffnungsschimmer: EU justiert den Rettungsplan“, titelt der Irish Independent, der über eine leicht verbesserte Stimmung der irischen Regierung infolge der neuesten EU-Reformen berichtet. Eine so genannte „Firewall“, die von der EU eingerichtet wurde, um Irland und Portugal vor der Schuldenkrise in Griechenland zu schützen, könnte die Investoren dazu bringen, innerhalb der nächsten zwei Jahre wieder irische Anleihen zu kaufen. Regierungsquellen erzählten dem Independent, dass Irland und Frankreich in den Kulissen ihre Gespräche über eine Verringerung der Zinsen für das Rettungspaket intensivieren. Und die Anpassungen des Europäischen Stabilitätsmechanismus, der 2013 den Europäischen Finanzstabilitätsfonds ersetzt, dürften – so Finanzminister Michael Noonan – Irland dabei helfen, sich an den Märkten wieder zu positionieren. Durchaus positive Nachrichten, meint dazu das Editorial des Independent. „Der Weg ist noch lang, und er wird zweifellos nicht schmerzlos sein. Doch ausnahmsweise einmal wird auch anerkannt, dass wir unser Bestes tun.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.