„Banken boykottieren Griechen-Hilfe“, titelt die Financial Times Deutschland. Montag kündigte der deutsche Finanzsektor an, er wolle sich nur im Gegenzug zu Staatsgarantien und „gewissen Sicherheiten“ an der Rettungsaktion für Griechenland beteiligen. Nach bisherigen Plänen sollte das 120 Milliarden Euro Hilfspaket bis 2014 wie folgt aufgeteilt werden: 60 Milliarden durch weitere Finanzspritzen der Euro-Länder, 30 Milliarden aus Privatisierungserlösen der Regierung in Athen und 30 Milliarden von privaten Gläubigern, Banken, Versicherungen und Fonds. Der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble will „bis zum 3. Juli vertrauliche Gespräche mit Banken und Fonds führen. Dann werde man sehen, was man einplanen könne“, berichtet das Hamburger Wirtschaftsblatt. Einige Seiten weiter bemerkt der Wirtschaftsprofessor Nouriel Roubini in seinem Kommentar, „dass dem öffentlichen Sektor langsam die Mittel [ausgehen, um die] Gläubiger in die Pflicht zu nehmen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.