„Endlich Frieden“, titelt der Independent nach dem Tod des Friedensaktivisten Brian Haw, dessen Antikriegsplakate auf dem Parliament Square zur Londoner Straßenlandschaft gehörten. Haw, der im Alter von 62 Jahren an Lungenkrebs starb, „richtete sich drei Monate vor dem 11. September 2001 erstmals auf dem Parliament Square ein und forderte die Aufhebung von Sanktionen, die medizinische Lieferungen in den Irak verhinderten“, wie die Londoner Tageszeitung erklärt. Doch als Großbritannien und die USA 2003 den Einmarsch im Irak anführten, gelangte der evangelische Christ zu landesweitem Ruhm: „Sein Zeltlager wurde von den Behörden als Affront und Schandfleck angesehen und war die Zielscheibe der Minister, des Westminster Council und der Greater London Authority, überlebte jedoch wiederholte Räumungsversuche. Seine Widerstandsfähigkeit machte ihn in den Augen vieler zum Helden. 2007 wurde er bei der Verleihung der Politikpreise des Senders Channel 4 zur Most Politically Inspiring Figure (politisch meistinspirierenden Persönlichkeit) des Jahres gewählt.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.