Als Reaktion auf die Finanzkrise waren die französischen Banken stolz darauf, ab dem Februar einen Verhaltenskodex anzunehmen, den die Europäische Union und die G20 übernommen haben: Boni ohne Garantie, Möglichkeit, sie bei Verlusten zurückzunehmen ("clawback"), Berücksichtigung der Endperformance der Posten, usw. Die guten Vorsätze dauerten nicht lange an. "Banken: die Rückkehr der Gewinne feuert die Diskussion über die Boni erneut an", titelt Les Echos, nachdem Libération enthüllte, dass die BNP Paribas fast 1 Milliarde Euro Boni an ihre 17.000 Angestellten ausschütten will. Die französische Bank erklärt zu ihrer Verteidigung, dass solch hohe Entlohnungen wichtig seien, damit die Trader nicht zu anderen Posten in der Finanzwelt wechseln. Daher sollte die Diskussion um die Boni auf internationalem Niveau stattfinden. Insofern wäre es an den Regierenden, neue Spielregeln aufzustellen, betont Les Echos. "Die Frage steht auf dem Programm des nächsten G20-Gipfels in Pittsburgh [Ende September]. Es geht hierbei um die Zukunft der Finanzwelt."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.