"In der Tschechischen Republik sind tausende von Ausländern Opfer von Versklavung", bemängelt Lidové Noviny auf ihrer Titelseite. Tausende Ukrainer, Vietnamesen und Mongolen arbeiten kostenlos unter absolut unwürdigen Umständen. Vor allem im Baugewerbe seien die Bedingungen besonders beklagenswert, schreibt die Prager Tageszeitung. Die "Arbeitsfirmen", die es schaffen, das Gesetz zu umgehen, werden häufig von Landsleuten der Opfer geleitet. Die Arbeiter müssen viel bezahlen, um eine Arbeitserlaubnis zu erhalten. Wenn man erst einmal in der Maschinerie ist, scheint es unmöglich, seine Arbeit zu verlassen. "Die Arbeiter haben nur die Möglichkeit entweder viel Geld zu entrichten oder zu fliehen", erklärt Lidové Noviny. "Demütigungen, Drohungen und Gewalt gehören zum Alltag. Es kommt sogar zu sexuellen Übergriffen." Die Regierung will das Problem nun "auf gesetzlicher Ebene" regeln.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.