„Vermummtes Gericht“, lautet die Schlagzeile von Gazeta Wyborcza über dem Foto eines geknebelten Andrzej Poczobut, der sich ab heute in Minsk vor Gericht verantworten muss. Der Korrespondent der Warschauer Tageszeitung ist am 28. März verhaftet worden. Ihm wird Beleidigung des weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko vorgeworfen. Das Verfahren findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, denn „schmutzige Arbeit wird heimlich gemacht“, schreibt Gazeta und fügt hinzu, dass es in dem Verfahren „um Meinungsfreiheit, Hoffnung und den weißrussischen Traum von Freiheit“ gehe. Weißrussland sei ein Land „wo öffentliche Verfahren hinter verschlossenen Türen stattfinden, wo ein Journalist, der seine Arbeit tut, ein Verbrecher ist, wo die Wahrheit zur Lüge und die Lüge zur Wahrheit wird“. Bei einem Schuldspruch drohen Poczobut bis zu vier Jahre Gefängnis.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.