„Regierung gegen Gewerkschaften 1:0. Zweite Runde: diesen Donnerstag“, titelt Hospodářské noviny zu einem der größten Streiks der Eisenbahner, Tram- und Busfahrer, den das Land je erlebt hat. In Prag und einigen anderen tschechischen Großstädten wurde der Protest gegen die Sparreformen der Regierung für Montag, den 13. Juni erwartet. Mit der Begründung, die Organisatoren hätten die Anmeldefrist von 72 Stunden nicht eingehalten, vertagte das Hauptstadt-Gericht den Streik auf den 16. Juni. Laut Umfragen hält die Hälfte der Tschechen die Reformen für untragbar, fast 60 Prozent der Befragten sprachen sich für den Streik aus. Dieser könnte den Verkehrssektor rund zehn Millionen Euro kosten. Weil immer neuer Protest droht, schickt sich Petr Nečas‘ Regierung an, ein Mindestdienstleistungsgesetz auf den Weg zu bringen, berichtet die Zeitung. Unterdessen empfiehlt die Stadt den Bürgern, wenn die Straßen blockiert seien, sollten sie zu ihren Fahrrädern greifen.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.