Sparplan, Privatisierungen Griechenland Blut und Tränen „Blut und Tränen im Wert von 100 Milliarden Euro“, titelt Ta Nea, nachdem die Regierung den neuen Wirtschaftssparplan für die Zeit von 2012-2015 angenommen hat. „Er wird sicherlich nach dem europäischen Rat am 23. Juni abgesegnet werden“, meint die Zeitung zu wissen und gibt Details des Plans preis: „Gehaltssenkungen; Reduzierung der Stellen im Öffentlichen Dienst; neue Steuern, selbst für Rentner oder Niedrigverdiener; Erhöhung der Mehrwertsteuer; verstärktes Vorgehen gegen Schwarzarbeit und vor allem eine enorme Welle von sofortigen Privatisierungen. Dies betrifft den Sport, Flughäfen, Wasser, Elektrizität, Casinos, Pferderennbahnen, Telekoms und vieles mehr. Man kann sich ebenso auf Stellenabbau wie auf Streiks gefasst machen“, von denen der erste für den 15. Juni vorgesehen ist.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.