„Botschaften und Dilemmas“, titelt die linke Tageszeitung Ta Nea am Tag nach der Rekorddemo der „Empörten“ auf dem Athener Syntagma-Platz. Mit den Botschaften meint sie nicht nur „die verzweifelten Schreie der etwa 120.000 empörten Menschen auf dem Platz des Parlamentsgebäudes“, sondern auch „die Botschaften derjenigen Abgeordneten der Mehrheit, die sich von Regierungschef Giorgos Papandreou distanziert haben“. Wie Ta Nea berichtet, stellen die sozialistischen Parlamentarier der PASOK den Premier vor folgendes Dilemma: „Wenige Tage vor der Parlamentsabstimmung zum neuen Sparprogramm weiß Giorgos Papandreou nicht, ob er eine Regierungsumbildung vornehmen, oder auf Biegen und Brechen versuchen sollte, die Mehrheit zusammenzuführen, um vorgezogene Wahlen zu verhindern.“
Griechenland
Regierung in der Klemme
6. Juni 2011
Presseurop
Ta Nea Ta Nea, 6. Juni 2011
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.