SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier war ein bisschen zu gut gelaunt, als er am 30 Juli zum Mikro griff, um sein Kompetenzteam vorzustellen, stellt die Tageszeitung fest. Angela Merkel ist in den Ferien, und die SPD, die in den Umfragen um die 15 Punkte hinter der CDU hinterher hängt, will nun demonstrieren, dass noch alles drin ist. "Um seine untote Partei noch zu retten, lockt der finstere Kanzlerkandidat Frank- Walter Steinmeier blutjunge GenossInnen in sein Team", titelt das Berliner Blatt. In der verjüngten, mehrheitlich weiblichen Mannschaft mit vielen unbekannten Gesichtern sind alle Minister vertreten, außer der Skandalgeschwächten Ulla Schmidt. "Das ist eine Botschaft", aber sie haut daneben, so die TAZ. "Das signalisiert, dass das Wahlziel in Wahrheit Kontinuität ist – und dass die Jungen wie die Frauen nur den Retrolook der Doppelspitze kompensieren sollen."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.