Am Vortag des Schweizer Nationalfeiertages am 1. August ruft die Intellektuellengruppe Club Helvétique feierlich zum Beitritt der Schweiz in die Europäische Union auf. Die Unterzeichner unterstützen die Meinung, dass ein Beitritt dem Land die Möglichkeit bietet, wieder an der europäischen Diskussion teilzunehmen. Durch die Krise isoliert, "erkennt die Schweiz das Ausmaß seiner Abgeschiedenheit", kommentiert Le Temps. "Die Beteuerung Schweizer Tugend und Neutralität hat […] weder hohes Ansehen noch großen Nutzen. Die Enttäuschungen dieses 'annus horribilis' […] weisen sogar darauf hin, dass die Schweiz in den Augen ihrer besten Freunde nicht mehr der wertvolle Stabilisator ist, der lange Zeit geschützt wurde. Auch wenn sich niemand Illusionen über den sofort erkennbaren Einfluss dieses Manifestes macht, ermöglicht es doch im richtigen Augenblick die Debatte über den Platz der Schweiz auf dem europäischen Schauplatz wieder anzukurbeln." Die Tageszeitung schließt mit der Frage: "Gibt es ein besseres Ziel für einen Nationalfeiertag?"
Schweiz
Isolierter Bund sucht europäische Freunde
31. Juli 2009
Presseurop
Le Temps
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.