Ta Nea, 26. Mai 2011
"Sie spielen mit dem Feuer“ titelt Ta Nea und meint die spanischen "Aufgebrachten“ nacheifernden Griechen. Am 25. Mai haben sich tausende Jugendliche auf den Plätzen der wichtigsten Landesstädte versammelt. Vor dem Parlament in Athen richteten sich 30.000 mit "Diebe, Diebe!“-Schreien an die Abgeordneten, die seit einem Jahr eine Sparmaßnahme nach der anderen verabschieden. Die "bis vier Uhr am Morgen dauernden“ Zusammenkünfte sind "bemerkenswert ruhig und ohne Zwischenfälle“ verlaufen, berichtet die Zeitung der Hauptstadt. "Die neuen Sparmaßnahmen verärgern die Griechen, die ihre Sit-Ins heute [26. Mai] fortsetzen. Das könnte der Anfang einer langen Protestbewegung sein“, prophezeit Ta Nea.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.