„Ein Tribut an die Polen“, so betitelt die Gazeta Wyborcza ihren Kommentar über den geplanten Bundestagsbeschluss zur Rehabilitierung der von den Nationalsozialisten verfolgten polnischen Aktivisten. Der Beschluss soll am 9. Juni bestätigt werden. Der aus der Vorkriegszeit stammende Bund der Polen in Deutschland (als Teile des heutigen Polens noch zu Deutschland gehörten) war eine florierende Organisation, die mehrere Dutzend polnische Schulen, öffentliche Bibliotheken und Kulturzentren verwaltete. Im Oktober 1939 wurde sie verboten, ihr Eigentum beschlagnahmt und 1200 Aktivisten in Konzentrationslager geschickt. Obwohl der Beschluss für ihre Familien keinerlei Entschädigung vorsieht, ist er, wie die Warschauer Tageszeitung betont, eine „außerordentlich wichtige Geste“. Der Beschluss sieht zudem die Gründung eines Museums der polnischen Gemeinschaft in Bochum, die Ernennung eines Vertreters der polnischen Gemeinschaft bei der Regierung in Berlin sowie von Bevollmächtigten in entsprechenden Themen bei jeder Landesregierung vor. Der Beschluss des Bundestags, schreibt die Gazeta Wyborcza, wird der „symbolische Abschluss einer der letzten polnisch-deutschen Kontroversen“ sein, selbst wenn Berlin von einer formellen Anerkennung der Polen in Deutschland als ethnische Minderheit immer noch „nichts hören will“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.