Die niederländische Regierung sei nunmehr auf eine „doppelte Unterstützung“ angewiesen, schreibt De Volkskrant, am Tag nach den Wahlen zum Oberhaus. Das Blatt erinnert daran, dass seit ihrer Bildung im Jahr 2010, die Regierungskoalition aus Liberalen (VVD) und Christdemokraten (CDA) in der Zweiten Kammer des niederländischen Parlaments bereits von der Duldung der rechtspopulistischen PVV Geert Wilders abhängt. Nachdem sie nun bei den Wahlen zur Ersten Kammer nur 37 der 75 Sitze gewinnen konnte, brauche sie zudem die Unterstützung der SGP, der Partei der ultrakonservativen Evangelisch-Reformierten, die sich beispielsweise weigert, Frauen als Kandidaten aufzustellen. Ministerpräsident Mark Rutte „kann weitermachen, muss aber auf der Hut sein“, meint De Volkskrant. Denn nach den Forderungen in Sachen Immigration seitens der PVV, sieht er sich jetzt mit den Forderungen der SGP konfrontiert, die Gesetze gegen Blasphemie und verkaufsoffene Sonntage fordert, was nicht mit der liberal ausgerichteten Regierungspolitik vereinbar sei.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.