„Hochspannende Woche für die Finanzwelt“ titelt La Tribune und kündigt die drei großen Ereignisse an, die jetzt vor der Tür stehen. Während das von der Schuldenkrise geplagte Athen am 23. Mai seinen neuen Plan zur Verhinderung der Umschuldungsmaßnahmen vorstellen müsste, steht Italien unter Druck auf Grund der am Samstag von Standard & Poors veröffentlichten mittelfristig negativen Schulden-Prognosen. Bezüglich des IWF hält Europa – einschließlich Großbritannien – zusammen: Um die französische Finanzministerin Christine Lagarde auf Dominique Strauss-Kahns Chefsessel zu platzieren, hat es eine ‚Heilige Allianz‘ gebildet. Und schließlich wird sich der G8 am 26. und 27. Mai in Deauville versammeln. Diesbezüglich betont das französische Wirtschaftsblatt, dass sich Europa und die USA noch immer nicht auf die Maßnahmen zur Überwindung der Krise einigen konnten: Lauter „Meinungsverschiedenheiten“, die in den „Debatten um die wirtschaftspolitischen Programme nach der Krise dauerhafte“ Spuren hinterlassen werden.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.