Was vor einigen Jahren noch als Provokation galt, wird mittlerweile kommentarlos akzeptiert. Vom 1. bis 3. August werden sich Dutzende Mitglieder der deutschen christlichen Organisation Ackermann Gemeinde in Pilsen versammeln. Dies ist das erste Treffen von Sudetendeutschen in der Tschechischen Republik. "Im deutsch-tschechischen Verhältnis vollzieht sich gerade ein großer Wandel", kommentiert Respekt. "Die Tschechen protestieren nicht, sondern schweigen", schreibt die Prager Wochenzeitung und weist darauf hin, dass sich die Ackermann Gemeinde seit ihrer Gründung 1946 immer durch ihre Weltoffenheit ausgezeichnet hat. Während die meisten Organisationen der nach dem Zweiten Weltkrieg aus der Tschechoslowakei vertriebenen Deutschen Entschädigungen fordern, hat sie versucht, mit den Tschechen freundschaftliche Bande zu knüpfen, indem offen über Naziverbrechen geredet wurde.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.