„Griechenkur entzweit Euro-Retter “, stellt die Financial Times Deutschland fest und berichtet, dass laut EZB die Umschuldung „katastrophale Folgen“ haben würde. Die EZB reagiert damit auf die von den Staaten derzeit erwogene „Umschuldung light“. Laut FTD habe EZB-Chef Jean-Claude Juncker angekündigt, dass die Bank keine griechischen Anleihen mehr akzeptieren würde, sollte die Laufzeiten verlängert werden.
Die niederländische Zeitung De Volkskrant ergänzt, dass am 18. Mai das Dreigespann (EZB, IWF und Europäische Kommission) „Athen streng abgemahnt“ habe. Der Regierung blieben drei Wochen, um ihren Sparplan zu überarbeiten, ansonsten würde die fünfte Tranche des Rettungsschirms (12 Milliarden von insgesamt 110 Milliarden Euro) nicht ausgezahlt werden. Ohne dieses Geld „kann Griechenland im kommenden Monat seine Schulden nicht zurückzahlen und die Auszahlung der Beamtengehälter und Renten stünden in Frage“, erklärt das Blatt. Die Troika sei darüber besorgt, dass es Athen nicht schaffen werde, sein Defizit um die versprochenen 7,6 Prozent zu senken. Die Regierung „hinkt im Kampf gegen die massive Steuerhinterziehung hinterher“, bedauert De Volkskrant.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.