„Ein Heilungsmoment“, titelt der Irish Independent am zweiten Tag des Staatsbesuchs der britischen Königin Elizabeth II. in Irland. Die Queen eröffnete diesen ersten Besuch eines britischen Monarchen in der seit 1921 unabhängigen früheren Kolonie mit einer Kranzniederlegung im Garden of Remembrance (Garten der Erinnerung) in der irischen Hauptstadt, wo „alle gewürdigt werden, die Anfang des 20. Jahrhunderts für die irische Freiheit starben“, wie die Dubliner Tageszeitung schreibt. Heute wird Königin Elizabeth das Sportstadion Croke Park besuchen, wo britische Soldaten im Jahr 1920 zwölf Zuschauer und einen Spieler erschossen – eine Schreckenstat, die heute als „Bloody Sunday“ (blutiger Sonntag) bekannt ist. Der Leitartikel des Irish Independent rhapsodiert über den Besuch – „Dies ist der Tag, den der Herr macht; lasst uns freuen und fröhlich an ihm sein. Die Worte des Psalms scheinen irgendwie sehr passend für den fast wundersamen Anblick eines britischen Monarchen, der zu Ehren derer, die für die irische Freiheit starben, einen Kranz niederlegt. Vielleicht war der Herr tatsächlich daran beteiligt, diesen Tag zu erwirken.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.