Die niederländischen Gesundheitsbehörden verklagten das Ärzteteam von Women on Waves (WoW) wegen der Verabreichung der Abtreibungspille RU486 an spanische Frauen, als sich das Schiff der Familienplanungs-NGO 2008 auf hoher See vor der Küste Spaniens befand. De Volkskrant erklärt, dass man so den Frauen ermöglichte, die bei Schwangerschaftsunterbrechungen sehr restriktive Gesetzgebung ihres Heimatlandes zu umgehen. Die Klage, präzisiert die Zeitung, bezieht sich auf die Tatsache, dass WoW für die Aktion ein Segelschiff benutzte und nicht die Aurora, die medizinisch zwar voll ausgestattete schwimmende Klinik, die allen Gesundheitsnormen entspricht, doch auch viel kostenaufwendiger ist. Nun betrachtet aber das neue niederländische Gesetz zum Schwangerschaftsabbruch auch das sehr frühzeitige Verabreichen von RU 486 als eine Abtreibung, die als solche nur nach einer Kontrolle des Schwangerschaftsstadiums in einem Krankenhaus vorgenommen werden darf. Die WoW betrachtet dies als ein Manöver der Regierung, um ihr die Arbeit zu erschweren.
Niederlande
Gegenwind für Abtreibungsschiff
29. Juli 2009
Presseurop
De Volkskrant
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.