„Lukaschenkos Rache“, titelt die Gazeta Wyborcza, nachdem ein weißrussisches Gericht Andrej Sannikow, Lukaschenkos Rivalen in der Präsidentschaftswahl von 2010, zu fünf Jahren in einer Strafkolonie verurteilte, weil er am Wahltag (19. Dezember) eine Straßendemonstration veranstaltet hatte, zu welcher 20.000 Menschen erschienen waren. „Das ist der erste, aber nicht der letzte Gegner des Diktators, der ins Gefängnis kommt, weil er es gewagt hat, ihn herauszufordern“, schreibt die Warschauer Tageszeitung und erwähnt, dass drei weitere Gegenkandidaten des Amtsinhabers auf ihre Urteile warten. Der weißrussische Journalist Pawel Scheremet, der vor ein paar Jahren eine Haftstrafe absaß und dem letztes Jahr die weißrussische Staatsangehörigkeit entzogen wurde, erklärt, dass Präsident Lukaschenko damit zweierlei bezweckt: Er will sich an seinen politischen Gegnern rächen und durch ihre Gefangennahme oder durch die Ablehnung ihrer Reisepassanträge eine Gruppe von „Geiseln“ zusammenstellen. Diese können dann als Faustpfand bei Gesprächen mit dem Westen dienen, wenn es darum geht, Sanktionen gegen Weißrussland aufzuheben oder Hilfsgelder für das Land zu entfrieren.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.