„Verbot der Sterbehilfe abgelehnt“, titelt die Neue Zürcher Zeitung nach der klaren Ohrfeige für zwei Volksinitiativen der Eidgenössischen Demokratischen Union (EDU), die das „Ende des Sterbetourismus“ im Kanton Zürich durchsetzen wollten. 78,4 Prozent der Wähler stimmten gegen die erste Vorlage, die Suizidbeihilfe für Menschen verbieten wollte, die kürzer als ein Jahr im Kanton Zürich lebten; die zweite, welche den Bund per Standesinitiative beauftragen wollte, jede Art der Sterbehilfe unter Strafe zu stellen, wurde sogar mit 84,5 % abgewehrt. Die Vorlagen richteten sich gegen die Organisation Dignitas, die jährlich rund hundert Menschen im Endstadium unheilbarer Erkrankungen Hilfe beim Sterben gewährt. Die Tageszeitung begrüßt das Votum: „Das Volksverdikt widerspiegelt die breite Anerkennung des Selbstbestimmungsrechts des Individuums und die mittlerweile auch in aufgeklärten kirchlichen Kreisen verankerte Einsicht, dass Suizidbeihilfe mit einem christlichen Standpunkt vereinbar ist.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.