Die Wiederwahl von Horst Köhler zum Präsidenten der Bundesrepublik ist ein Quell des Stolzes für rumänische und moldawische Medien. Der Christdemokrat gewann gegen die Sozialdemokratin Gesine Schwan, und ermöglichte so seiner Partei, wie Cotidianul, schreibt "vor den diesjährigen Wahlen kurz zu Atem zu kommen".
Die Bukarester Zeitung ist jedoch vor allem stolz, weil der ehemalige Direktor des Internationalen Währungsfonds rumänische und moldawische Wurzeln hat. Während seine Mutter aus dem rumänischen Brasov stammt, so wurde Köhler vor 66 Jahren in der Republik Moldau geboren, dem ehemaligen Bessarabien. "Seine Familie", berichtet Cotidianul, "hat bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Moldawien gelebt". Der "Deutsche aus Bessarabien", wie die Zeitung titelt, hat gerade bei einem Treffen mit moldawischen Studenten seine Wurzeln in Erinnerung gerufen: "Ich bin Moldawe, Deutscher aus Bessarabien. Als Hitler und Stalin 1939 Europa unter sich aufteilten musste meine Familie wählen: die russische Staatsbürgerschaft annehmen oder in ihr Herkunftsland zurück gehen. Auch wenn meine Eltern sich dafür entschieden haben, Moldawien zu verlassen, bin ich immer noch fest mit dem Land verbunden!"
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.