„Europa für Poczobut“, titelt die Gazeta Wyborcza, nachdem der weißrussische Korrespondent der Warschauer Tageszeitung und weißrussische Oppositionskämpfer Andrzej Poczobut gestern offiziell wegen Beleidigung und Verleumdung des Präsidenten Alexander Lukaschenko angeklagt wurden. Poczobut wurde vor 38 Tagen verhafte. Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu vier Jahren. Nach der EU-Außenministerin Catherine Ashton und dem Vorsitzenden des Europäischen Parlaments Jerzy Buzek appellieren nun die EU-Abgeordneten an das Regime in Minsk, die Anschuldigungen fallen zu lassen und ihn freizulassen. Die weißrussischen Behörden haben sich bis jetzt geweigert, Poczobut auf Kaution oder auf persönliche Bürgschaft von 40 Personen freizulassen. „Gesetzlosigkeit bleibt, auch wenn sie in die Talare von Staatsanwälten und Richtern gekleidet ist, dennoch Gesetzlosigkeit... Sie ist nur scheinheiliger und perverser“, schließt der Leitartikel der Gazeta Wyborcza.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.