"Tödliches Beben in Lorca“ titelt die Tageszeitung El Periódico am Tag nach dem die Erde in dieser kleinen 90.000 Einwohner-Stadt in der Region Murcia in Südspanien mit einer Stärke von 5,2 auf der Richterskala bebte. Bei "der größten Erdbeben-Tragödie in Spanien seit 1956“ (damals starben in der Gegend von Granada ca. 15 Menschen) wurden bisher acht Menschen getötet und 160 weitere verletzt. Aus Angst vor Nachbeben haben zwischen 10 und 20.000 Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlassen und die Nacht im Freien verbracht.
Auf ihrer Titelseite erinnert die Tageszeitung außerdem an das von der Zapatero-Regierung am 12. Mai 2010 ankündigte Wirtschafts-Anpassungsprogramm, und fragt sich ein Jahr danach, ob "es die Mühe wert war“? Für die Zeitung "haben Zapateros Sparmaßnahmen zwar das drohende europäische Einschreiten zur Defizitkontrolle verhindert, gleichzeitig aber auch den Wiederaufschwung gebremst“. Im Unterschied zu den von der Schuldenkrise gequälten Ländern konnte Spanien so in Sicherheit gebracht werden, folgert das Blatt. Selbst "die angelsächsische Presse, die Spanien immer gern und schnell auf die Finger klopfte, setzt das Land nicht mehr so sehr unter Druck.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.