„Super-Donnerstag – Der Einsatz ist hoch“, so die Schlagzeile des Independent in Bezug auf das Referendum vom heutigen Donnerstag über die Änderung des britischen Wahlsystems. Die Idee stammte von der liberaldemokratischen Partei, jüngstes Mitglied der britischen Regierungskoalition, die einen Kompromiss zwischen dem aktuellen System der einfachen Mehrheitswahl und dem erklärten Ziel der Partei, ein Verhältniswahlsystem, vorschlug. Allgemein ist die Begeisterung gering, und es wird mit einer Mehrzahl an Gegenstimmen gerechnet. Der Parteichef der Liberaldemokraten „Nick Clegg wartet gespannt, wie die Öffentlichkeit das seit Langem verfolgte Ziel seiner Partei, das Prinzip 'der Erste gewinnt alles' abzuschaffen, beurteilen wird“, berichtet die Zeitung. Als eifrige Fürsprecherin einer Reform des Wahlsystems liefert sie Gründe, mit „Ja“ zu stimmen, einschließlich Leserzuschriften und Zitaten von Erzfeinden der Liberalen, wie z.B. Nick Griffin, Vorsitzender der rechtsextremen Partei, Norman Tebbit, einflussreicher konservativer Politiker und Stripclub-Besitzer Peter Stringfellow, die jeweils erklären, warum sie gegen eine Reform sind.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.