„Die Deutschen geben zu, Schmiergelder für U-Boote bezahlt zu haben“, titelt Kathimerini in der englischen Ausgabe. Die Athener Tageszeitung konnte in die Aussagen der beiden Ex-Manager der deutschen Ferrostaal AG Einsicht nehmen, die gestanden, ab 2000 griechischen Politikern 120 Millionen Euro zugespielt zu haben, um einen 1,2 Milliarden Euro-Auftrag über den Kauf von vier Diesel-U-Booten des Typs 214 an Land zu ziehen. Die Affäre werde derzeit von der Münchner Staatsanwaltschaft geprüft, erklärt Kathimerini, und sei auch Gegenstand der Ermittlungen einer parlamentarischen Untersuchungskommission, die am 3. Mai erstmals in Athen zusammentrat, um Licht in die dunklen Geschäfte des ehemaligen Verteidigungsministers Akis Tsochatzopoulos zu bringen. Ferner soll der Zeitung zufolge die Staatsanwaltschaft von Athen die Umstände prüfen, unter denen die deutsche MAN AG im Jahr 2002 Griechenland 142 Trolleybusse verkaufte. Dieser Bestechungsskandal kostete 2009 den sozialistischen Abgeordneten Christos Verelis, der zum Zeitpunkt des Kaufs Verkehrsminister war, bereits das Amt.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.