„Was sich mit dem IWF in deinem Leben ändern wird“, titelt Jornal de Negócios in einer Spezialausgabe, die sich fast ausschließlich dem Internationalen Währungsfonds widmet. Die Wirtschaftszeitung berichtet, dass der IWF und die Europäische Kommission noch zu keiner Einigung darüber gekommen sind, wie viel Zeit man Portugal zur Reduzierung seines Haushaltdefizites geben sollte. Eine kurze Zeitspanne wie Brüssel es sich wünscht, würde gleichzeitig härtere Sparmaßnahmen bedeuten. Obwohl die Maßnahmen, die die EU-Troika auferlegen wird, noch nicht bekannt sind, ist sich das Jornal de Negócios sicher, dass die Portugiesen vom Staat weniger Geld, kleinere Renten und weniger Arbeitslosenunterstützung erhalten werden und höhere Steuern zahlen müssen. Außerdem wird eine Privatisierungswelle über das Land rollen. Die in Lissabon beheimatete Tageszeitung verrät zudem, dass Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und die USA die fünf Länder sind, die über die Hälfte der finanziellen Unterstützung für Portugal aufwenden werden.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.