„Wie wir Johannes Paul II. lieben“, so lautet die Überschrift des Artikels in der Polska The Times zur am 1. Mai geplanten Seligsprechung des letzten Papstes, an der nur 80.000 Besucher aus Polen teilnehmen dürften. Im Vergleich zu den 1,5 Millionen Polen, die 2005 bei der Beerdigung von JPII zugegen waren, sollte die geringe Pilgerzahl für die polnische Kirche ein Warnsignal sein, so Polska. „Man sagt, JPII habe uns in die freie Welt geführt, aber für die Generation der über Zwanzigährigen heißt das heute nicht mehr viel“, so die Warschauer Tageszeitung. Andrzej Szostek zufolge haben die Medien zu einer oberflächlichen Wahrnehmung von JPII und seinen Lehren beigetragen.
Am Vorabend der Seligsprechung von Johannes Paul II legt L'Espresso eine Sonderausgabe über „Die Geheimnisse des Vatikan“ auf, in der der Inhalt verschiedener diplomatischer US-Depeschen über den Heiligen Stuhl, die in die Hände von WikiLeaks gelangt waren, veröffentlicht wird. Diesen Dokumenten zufolge war man in Washington von der Wahl Joseph Ratzingers zum Nachfolger Wojtylas überrascht und machte sich aufgrund seiner Mitgliedschaft in der Hitler-Jugend Sorgen. Andererseits verspürte man jedoch Erleichterung aufgrund des Endes der „polnischen Mafia“, die Johannes Paul II. umgab. Daneben hebt die römische Wochenzeitung auch die weniger positiven Seiten des Seligzusprechenden hervor, der als „großer Obskurant“ bezeichnet wird.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.