„ETA setzt Revolutionssteuer für Unternehmen aus". Mit dieser neutralen Formulierung verkündet die Tageszeitung Gara (die der baskischen Unabhängigkeitsbewegung nahesteht) das Ende der Schutzgelderpressungen, die die ETA seit Jahren auf baskische Unternehmen ausübt. Wer nicht zahlt, läuft Gefahr, entführt oder ermordet zu werden. Die Terrorgruppe hatte dies am 28. April in einem Brief an die Arbeitgeberorganisationen vom Baskenland und Navarra bekannt gegeben. Gara begrüßt in ihrem Leitartikel „eine große Entscheidung für eine bessere Investition" und „ein erneutes Beispiel für den offensichtlichen Willen“ der ETA, der „bewaffneten Epoche der baskischen Politik“ ein Ende zu setzen. Unausgesprochener Kontext sind die baldigen Kommunalwahlen am 22. Mai, zu denen sich die Unabhängigkeitsbewegung unter dem Schirm Bildu präsentieren will, einer Koalition, deren Kandidaten noch von der Justiz zugelassen werden müssen. Die baskische Zeitung El Correo erinnert ihrerseits daran, dass die Schutzgelderpressungen „einer der hübscheren Beweise für das verquere Wesen“ der ETA gewesen seien. „Die gute Nachricht wird erst an dem Tag vollständig sein, an dem die Terrororganisation für immer verschwindet.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.