"Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Die Finanzkrise hat überhaupt kein Sex-appeal. Und ohne sexuelle Anspielungen lässt sich nichts verkaufen", heißt es in der Tageszeitung Polska. Und was ist sexy? Erfolg, Wandel und natürlich Wachstum. "Es ist kein Zufall, dass die Menschheit, die in einem immer globaleren und allgegenwärtigeren Netzwerk von Informationen verfangen ist, in einem geistigen Zustand der Erregtheit verbleibt, deren allgemeiner Gegenstand der hemmungslose Konsum ist", betont die Warschauer Zeitung. Deshalb ist eine langfristige Rezession, die in der ökonomischen Fachliteratur gewöhnlich durch den Buchstaben L repräsentiert wird, "der schlimmstmögliche Feind". Heute, so weiter, "hat niemand Zeit für eine lange Krankheit und eine schrittweise Erholung." Worauf es ankommt, ist Erfolg, Zeit und Geld. Aus diesem Grund versuchen die Regierungen die Krise zu bezwingen, indem sie riesige Geldsummen in das Finanzsystem einspritzen. Die Polska schließt: "Das ist nicht unbedingt der beste Weg, aber gewiss der schnellste."
Wachstum
Motzen wir die Krise auf
24. Juli 2009
Presseurop
Polska The Times
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.