"EU will 400 Pfund [451 Euro] von jeder Familie“ betitelt der Daily Telegraph den Vorschlag der Europäischen Kommission, den Haushalt 2012 um 5,5 Milliarden Pfund [6,2 Milliarden Euro] auf 117 Milliarden Pfund [132 Milliarden Euro] anzuheben. "Mit dieser Zuzahlung würde Großbritanniens jährlicher EU-Beitrag 2012 auf über 10 Milliarden Pfund [11,3 Milliarden Euro] steigen, was 400 Pfund pro Haushalt entspricht“, schreibt die Londoner Tageszeitung und berichtet über den „Krieg der Worte, in dem Downing Street den Antrag als ‚lächerlich‘ bezeichnete und Schatzkanzler George Osborne den EU-Beamten vorwarf, jeglichen Bezug zur Realität verloren zu haben“. Nun will sich der britische Regierungschef David Cameron mit seinen – unter anderem französischen, deutschen, niederländischen und schwedischen – Kollegen verbünden, um gegen die geplante Erhöhung vorzugehen. Dem euroskeptischen Blatt gefällt das: "Nach dem größten wirtschaftlichen Zusammenbruch seit den 1930er Jahren versucht Europa krampfhaft wieder zu Kräften zu kommen. Alle Mitgliedsstaaten haben Sparmaßnahmen ergriffen. Und die EU-Beamten verausgaben sich bei der mühevollen Aufgabe, neue Wege zu finden, um noch mehr von unserem Geld auszugeben.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.