„Jarosław Kaczyński ist wie ein Premierminister im politischen Exil“ titelt Polska The Times. Für die Warschauer Tageszeitung ist der Chef der wichtigsten polnischen Oppositionspartei Recht und Gesetz (PiS) „in den Krieg gezogen“, als sein Land sich anschickte, die halbjährlich wechselnde EU-Ratspräsidentschaft zu übernehmen. Mit Blick auf die Parlamentswahlen im kommenden Herbst versucht Kaczyński in seinem Wahlkampf vor allem „der Regierung und dem Präsidenten jegliche Legitimität abzusprechen“. Polska The Times berichtet weiter, dass er „sich zu wichtigen Debatten im Parlament entweder gar nicht mehr blicken lässt, oder den Saal nach seinen Ansprachen ostentativ verlässt. Zudem hat er eine Einladung für den Nationalen Sicherheitsrat ausgeschlagen.“ Auch erklärte er in aller Öffentlichkeit, dass er Präsident Komorowski niemals die Hand geben würde und dass die Opfer des Smolensker Flugzeugabsturzes vom 10. April 2010, bei dem sein Zwillingsbruder Lech Kaczyński ums Leben kam, „bei Tagesanbruch verraten wurden“. Für den Politologen Kazimierz Kik „verlieren die staatlichen Institutionen“ durch Jarosław Kaczyński „ihre Glaubwürdigkeit. Damit untergräbt er die Demokratie“.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.