Mit ihrem Titel „Bleib menschlich“ erinnert Il Manifesto an die Worte des italienischen pro-palästinensischen Aktivisten Vittorio Arrigoni, die er zum Motto seines Blogs gemacht hatte. Der 36-jährige Arrigoni wurde am 14. April von einer Gruppe radikaler, gegen die Hamas kämpfender Salafisten im Gazastreifen entführt. In einem naheliegenden Haus wurde er erhängt und seine Leiche wenig später aufgefunden. Die Gruppe hatte mit der Hinrichtung des Aktivisten gedroht, wenn die Hamas ihre inhaftierten Führer nicht freilasse. Auf YouTube hatte man ein Video eingestellt, in dem der offensichtlich misshandelte Arrigoni mit verbundenen Augen zu sehen war. Die kommunistische Tageszeitung, für die Arrigoni schrieb, erinnert daran, dass er während der Bombardierungen im Rahmen der israelischen Operation Gegossenes Blei 2008 der einzige Italiener im Gazastreifen war. „Vittorio Arrigoni hat es nicht verdient, als Verhandlungs-Trumpf benutzt zu werden. Er hat stets an die Würde des Einzelnen geglaubt, ganz gleich an welchem Ort auf der Welt, angefangen bei den Palästinensern. Seinen Geiselnehmern können wir nur noch seinen unvergänglichen Mahnruf entgegensetzen.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.