„Lech Wałęsa reist nach Afrika“, titelt die Gazeta Wyborcza und berichtet von der für den 28. April geplanten Reise des ehemaligen polnischen Präsidenten nach Tunis. Dort wird der legendäre Solidarność-Führer von seinen Erfahrungen bei der demokratischen Umgestaltung Polens berichten. Wałęsa wird an der Spitze einer Mission der „Gründerväter der Demokratie“ stehen, die sich aus Politikern, Ökonomen und Experten zusammensetzt und mit tunesischen Akademikern, Eliten und jungen Menschen Gespräche führen wird. „Wenn es um den Transformationsprozess von einer Diktatur zur Demokratie geht, hat Polen eine einzigartige Erfahrung. Und die Frage ist, was nach der Jasminrevolution in Afrika kommen wird“, erklärt ein hochrangiger polnischer Diplomat gegenüber der Warschauer Tageszeitung. Polen will bei der Ausbildung tunesischer Journalisten und Verwaltungsangestellten helfen, indem es die gleichen Methoden anwendet wie in Weißrussland. „Wir haben nicht vor, irgendjemanden zu bevormunden. Tunesien soll unsere Lösungsvorschläge nicht einfach nur übernehmen, sondern eigene entwickeln, die auf unserer Erfahrung basieren. […] Weil Polen auf keine Kolonialgeschichte zurückblickt, wird man auf uns auch nicht allergisch reagieren, wie das der Fall mit anderen europäischen Ländern ist“, meint der Politikwissenschaftler Aleksander Smolar in der Gazeta Wyborcza.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.