"Das Hakenkreuz war zu klein, das habe ich nicht gesehen", verteidigt sich Radu Mazare auf dem Titel von Evenimentul Zilei. Der Bürgermeister von Constanta, der größten rumänischen Hafenstadt am Schwarzen Meer, schockierte seine Landsleute, indem er bei einer Modenschau in Nazi-Uniform defilierte. "Der Sozialdemokrat schockt nicht das erste Mal mit seinen Auftritten", denn auch als amerikanischen Mafioso oder James Bond sei er schon erschienen, erinnert EVZ. Dieses Mal aber, habe Mazare das Fass wohl zum Überlaufen gebracht. Die Organisation MCA, die sich der Bekämpfung des Antisemitismus verschrieben hat, forderte die Staatsanwaltschaft auf, Ermittlungen einzuleiten. Er habe ein Gesetz verletzt, dass die Nutzung faschistischer und rassistischer Symbole untersagt und bis zu fünf Jahre Haft für eine Zuwiderhandlung vorsieht. "Ich bin kein Nazi, ich bin ein Wehrmachtsoffizier", versichert der Betroffene und schiebt die Schuld an den Film "Operation Walküre" weiter, in dem Tom Cruise als Graf Stauffenberg gegen Hitler konspiriert.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.