"Die PS öffnet dem IWF die Pforten, um nicht zahlen zu müssen“, titelt i, nach dem der Fraktionsvorsitzende der portugiesischen Sozialdemokraten (der Regierungspartei PS) sich offiziell für eine Hilfe von außen ausgesprochen hat. "Eine Notsituation braucht Notlösungen“, erklärte er. Die portugiesischen Banken hatten derweil angekündigt, dass sie nicht weiter in der Lage seien, Staatsanleihen aufzukaufen und forderten von der EU-Kommission eine "Zwischenhilfe“ in Höhe von 15 Milliarden Euro. EU-Kommissionschef Durão Barroso verwies darauf, dass "Brüssel nur über einen Stabilitätsmechanismus verfügt, an dem auch der IWF beteiligt ist.“ "Wenn Portugal Hilfe braucht, dann muss es sich diesen Regeln fügen“ wurde der Zeitung in diplomatischen Kreisen gesagt. Laut i wird der portugiesische Antrag bis spätestens Anfang Juni Brüssel vorliegen. Unterdessen hat die Ratingagentur Fitch & Moody’s die Kreditwürdigkeit der portugiesischen Banken erneut herabgestuft.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.