In der Gazeta Wyborcza ehrt der polnische Schriftsteller und Kolumnist Jacek Bocheński Leszek Kołakowski, den einflussreichsten polnischen Philosophen des zwanzigsten Jahrhunderts, der vergangenen Freitag verstorben ist. "Er begann und gewann den Kampf gegen den Kommunismus. Jedoch kämpfte er auf eine ganz andere Weise, denn er kämpfte gegen etwas, was er selbst erlebt und für eine gewisse Zeit sogar mit erzeugt hat", schreibt Bocheński. Kołakowski war der Erste, der den Kommunismus herausforderte und an den Konsequenzen seines eigenen rebellischen Kampfes litt (1968 war er gezwungen, Polen zu verlassen). Nachdenklich fügt Bocheński hinzu: "Er war unglaublich mutig" und gilt als ein Beispiel für die demokratische Opposition in Polen. "Bis zu seinem Tode blieb er Agnostiker", aber er hat sich gegenüber der Religion nie als ein Feind gesehen, sondern eher als ihr Freund. Bocheński schlussfolgert: "In einem Land, in dem 'kirchlicher Opportunismus' vorherrscht, war seine weise Freundschaft, die er mit der Religion, der Transzendenz und dem Heiligen unterhielt, etwas höchst Ungewöhnliches."
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.