„Großbritannien verhandelt mit weiteren zehn Helfern Gaddafis“ titelt The Independent am Tag nach der Ankunft des libyschen Außenministers Mussa Kussa in London. Dem ehemaligen Chef des libyschen Geheimdienstes (1994-2009) wird die Beihilfe am Mord mehrerer libyscher Oppositionellerer in London vorgeworfen und die schottische Justiz verdächtigt ihn, 1988 an dem Lockerbie-Anschlag beteiligt gewesen zu sein. Auch wenn Kussa offiziell weder vor der britischen noch der internationalen Justiz Immunität genießt, wird er wohl dennoch als Zeuge behandelt werden, berichtet die Londoner Tageszeitung. Für Libération könnte „die Zukunft des Regimes Muammar al-Gaddafis gut und gerne davon abhängen, wie London mit [Kussas] Anwesenheit auf seinem Territorium umgeht“. Mehrere Quellen halten eine Ausreise Mussa Kussas in ein Drittland für möglich, „was andere potenzielle treulose Tomaten des Regimes beruhigen dürfte“, meint Libération. Wie der Independent berichtet, führen mehrere hohe Beamte Libyens in der Tat geheime Verhandlungen mit London.
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.