„Die Flucht der Anleiheninhaber vor 24 Milliarden Euro hoher Bankenrettung“, titelt die Irish Times angesichts der am 31. März veröffentlichten Ergebnisse des Zentralbank-Stresstests. An diesem nun als „Schwarzen Donnerstag“ geltenden Tag wurde bekanntgegeben, dass der Staat weitere 24 Milliarden Euro in die irischen Giftbanken stecken muss. „Seit 2008 handelt es sich um das fünfte Rettungspaket, mit dem die staatliche Hilfe auf einen Gesamtwert von 70 Milliarden Euro steigt“, berichtet die Dubliner Tageszeitung. Erste Folge dieser Ankündigung: Alle irischen Banken sind nun Staatseigentum und jeder Mann, jede Frau und jedes Kind der Republik Irland muss mit jeweils 17.000 Euro helfen, sie über Wasser zu halten. Bislang will die neue Regierung nichts von der Idee hören, Senior Bondholder dazu zu zwingen, die Last zu teilen. Wie Regierungschef Enda Kenny am gestrigen Abend erklärte, sei ein solcher Kurswechsel weder „vernünftig noch logisch“. In ihrem Leitartikel schreibt die Irish Times dagegen: „Die neue Regierung darf nicht vergessen, dass sie von den Wählern ein Mandat erbeten und erhalten hat, laut dem die Kosten für die Bankenrettung den Staat nicht ertrinken lassen dürfen.“
Der Chef des Linksbündnisses SYRIZA ist die neue Hoffnung der griechischen Politik. Mit seinem Kurs zwischen Pragmatismus und Klassenkampf-Rhetorik verunsichert er in Berlin, und zwar nicht nur die Befürworter von Angela Merkels Sparpolitik.
Europas wirtschaftliche Probleme haben uns dazu gezwungen, die geheime Welt des Olymps der globalen Finanzen verstehen zu wollen. Doch ist uns heute, da wir mehr auf Rentenrenditen und Stabilitätsmechanismen achten, nicht klar, dass die Experten da oben auf ihren stolzen Höhen auch nicht wissen, was los ist?
Aserbaidschan, in diesem Jahr das Gastgeberland des großen Pop-Spektakels, ist alles andere als ein Modell an Demokratie. Immer mehr Stimmen werden laut, die die Nachsicht der Europäer mit dem Regime in Baku kritisieren – darunter dieser estländische Journalist.